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                                                   Dinder National Park

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Allgemeines
Die Fläche des Sudan beträgt zwei Millionen Quadratkilometer. Die Bundsesrepublik Deutschland mit rund 360.000 qkm würde sechs mal hineinpassen. Der Sudan ist kein Reiseland wie Kenya oder Tanzania. Massentourismus, Camps und Lodges gibt es nicht. Möglich ist sehr begrenzter Individualtourismus.  An der Küste des Roten Meeres, die Riffe zählen zu den schönsten der Welt,  wird kleiner Tauchtourismus betrieben. Die Unruheprovinz “Darfur” ganz im Westen ist touristisch ohne jedes Interesse. Der Sudan hat sechs nationale Parks, ein Gebiet von 60.370 qkm und neunzehn Wildschutzgebiete mit  35.500 qkm. Für den Wildschutz sind rund 100.000 qkm deklariert. Bis auf Parks Dinder und Nimule, bedingt durch den jahrzehntelangen Bürgerkrieg im Süden, existieren diese Wildschutzgebiete nur noch auf dem Papier.

Der Park
Der 650.000 ha große Dinder Nationaler Park wurde 1935 gegründet, und ist seit 1979 ein Biosphärenreservat. 1980 wurde der Park um eine Puffer-Zone auf  890.000 ha erweitert.  Zwei aus dem äthiopischen Hochland kommende Flüsse Rahad und Dinder durchqueren den  Park.  Beide Flüsse sind saisonbedingt und fließen von Juni bis November. Wenn die Flüsse Hochwasser führen werden ca. 100.000 ha des Parks überflutet. Die Temperaturen schwanken zwischen 20 bis 45 Grad.

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Der Niederschlag beträgt  800 mm im Süden und 600 mm im Norden und fällt hauptsächlich zwischen Juni und Oktober.  Im Park gibt es keinerlei Infrastruktur.  Keine Lodgen, Camps oder Unterkunftmöglichkeiten für Touristen.  Auch keine Pisten. Der Dinder Nationaler Park ist stark bedroht durch den  langen Bürgerkrieg, Trockenheiten,  Hungersnöte und Wilderei. Um den Park herum liegen 50 Dörfer.  Zwölf Dörfer mit über 7.000 Menschen bestehen innerhalb des Parks.
Weitere große Probleme sind das fällen der Bäume für die Holzkohleproduktion und das weiden der großen Herden der Dorfbewohner in den Schutzzonen.
Die Regierung will mit internationaler Hilfe das Parkpersonal um dreißig Wildhüter verstärken und insgesamt 2.000.000 US Dollar in den Park investieren. Auch ist geplant ausgerottete Tierarten wie das Nilkrokodil wieder anzusiedeln.
Die Blue Sky Tourism Development Company (BSTD) in Khartoum bietet Komplettsafaris in den Dinder Park an.  Von Khartoum bis zum Park sind es rund 600 Kilometer. Die Fahrt mit einem 4x4 Fahrzeug durch die Stadt Sennar - die Hauptstadt des ersten islamischen Königreiches im Sudan - dauert etwa zehn Stunden. Bei dem Ort Singa wird der Blaue Nil auf einer Brücke überquert. Bis zum Lager Galago am Rand des Parks sind es noch vier Stunden. Die Saison für den Park ist Januar - April. Erlaubt ist nur begrenzter Tourismus.

Flora und Fauna:
Der Park besteht hauptsächlich aus niedriger Savanne. Im Süden gibt es einige felsige Hügel.  Die Flüsse Rahad und Dinder fließen von Osten nach Norden durch den Park und überschwemmen die
Tiefländer saisonal.  Entlang der Ströme  besteht die Vegetation aus großen Akazien, Tamarindenbäumen und Ficus-Arten. Der Norden ist Dornbuschsavanne mit hohen Gräsern. Im feuchteren Süden gibt es lichte Wälder.  In den Trockenmonaten  wenn die Flüsse austrocknen sammelt sich das Wild an den verbliebenen Pools.  Pirschfahrten erfolgen in den trockenen Flussbetten.  Im Dinder Park wurden mehrere bedeutende Tierfilme gedreht.

Die häufigsten Großtiere:
Große Büffelherden, Wasserbock, großer Kudu, Buschbock und verschiedene Antilopenarten, Löwen, gefleckte Hyänen, Leoparden und Wildhunde (sehr selten).  Im Süden auch Giraffen.  Gelegentlich sollen sich in der Regenzeit (wenn der Park unzugänglich ist) Elefanten im Südteil aufhalten. Besonders zahlreich ist die Affenpopulation.  Krokodile, Flußpferde, Nashörner, Gnus, Zebras und Geparde gibt es im Dinder National Park nicht.
Besonders artenreich ist die Vogelwelt.
Dinder ist nichts für Safarineulinge sondern ein echtes Abenteuer in einer vom Massentourismus  unberührten afrikanischen Wildnis.

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Nach Sonnenuntergang. Löwinnen auf der Pirsch

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Grasende Büffel. Früher Morgen

Wasserböcke

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Übersicht Afrikas Nationalsparks

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Kurz vor Sonnenuntergang. Großer Kudubock

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